Zum Hauptinhalt springen

Warum werden Ameisen auch als «Gärtner des Waldes» bezeichnet?

Viele krautige Pflanzen haben Samen mit einem nahrhaften Anhängsel. Das heisst Elaiosom (kleines, fettreiches Teil am Samen von Pflanzen, deren Samen entweder durch Vögel oder durch Ameisen verbreitet werden). Ameisen fressen es gerne. Die Tiere bringen die Samen zum Nest. Wenn der Samen zu schwer ist, fressen sie das Elaiosom schon unterwegs und lassen den Samen liegen. Wälder mit Ameisen sind grüner und artenreicher als solche ohne sie. Ameisen verbessern den Nährstoffanteil im Boden


Wie genau verbessern Ameisen den Nährstoffanteil im Boden?

Ameisen tragen auf vielfältige Weise zur Verbesserung des Nährstoffgehalts im Boden bei:

Einbringung von organischem Material:
Ameisen transportieren grosse Mengen Biomasse in den Boden, wodurch die Fruchtbarkeit erhöht wird.

Bodenbelüftung und -durchmischung:
Durch ihre Gangsysteme lockern und durchmischen sie den Boden, was die Verteilung von Nährstoffen fördert.

Förderung von Mikroorganismen:
Die verbesserte Sauerstoffversorgung durch Ameisenaktivitäten unterstützt Mikroorganismen und Pilze, die wiederum zur Nährstoffverfügbarkeit beitragen.

Humusbildung:
Einige Arten zersetzen Totholz und fördern so die Bildung von Humus, der essenziell für fruchtbare Böden ist.

Nährstoffkreislauf:
Durch den Verzehr toter Tiere führen Ameisen die darin enthaltenen Nährstoffe zurück in den natürlichen Kreislauf.

Samenverbreitung:
Sie verbreiten Samen zahlreicher Pflanzen, was die Biodiversität steigert und die Vielfalt der Bodennährstoffe fördert.

Dank dieser Aktivitäten leisten Ameisen einen bedeutenden Beitrag zur Verbesserung der Bodenqualität und zur nachhaltigen Nährstoffversorgung.

 Ihr Rolf Kathriner – Ameisenhaltung Schweiz

Nach oben