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Warum haben männliche und weibliche Ameisen Flügel?

Männliche und weibliche Ameisen haben Flügel, um während der sogenannten Hochzeitsflüge (auch Schwarmflüge genannt) zu fliegen. Dieser Flug ist ein wichtiger Teil ihres Fortpflanzungszyklus und hat folgende Gründe:

1. Fortpflanzung und genetische Vielfalt

  • Während des Hochzeitsflugs verlassen geschlechtsreife Königinnen und Männchen ihre jeweiligen Nester, um sich in der Luft zu paaren.

  • Das Fliegen ermöglicht es ihnen, grössere Entfernungen zurückzulegen, wodurch sie sich mit Ameisen aus anderen Kolonien paaren können. Dies sorgt für genetische Vielfalt, die für die Anpassungsfähigkeit und Überlebensfähigkeit der Art wichtig ist.

2. Gründung neuer Kolonien

  • Nach der Paarung landen die befruchteten Königinnen, werfen ihre Flügel ab und suchen einen geeigneten Ort, um eine neue Kolonie zu gründen.

  • Die Flügel sind also nur für diesen Abschnitt ihres Lebenszyklus notwendig, denn sie helfen der Königin, von ihrem Ursprungsnest wegzukommen.

3. Strategie der Verbreitung

  • Durch die Fähigkeit, fliegen zu können, können Ameisen neue Lebensräume erobern, was die Verbreitung der Art in unterschiedlichen Gebieten begünstigt.

Die Flügel sind bei Ameisen daher ein evolutionäres Merkmal, das speziell für die Fortpflanzung und die Gründung neuer Kolonien entwickelt wurde. Sobald ihre Funktion erfüllt ist, sterben die Männchen nach dem Hochzeitsflug, während die Königin ihre Flügel ablegt, um sich auf ihr Leben als Koloniegründerin zu konzentrieren.


Warum sterben bei Ameisen die Männchen nach der Paarung?

Bei den meisten Ameisenarten kommt es kurz nach der Paarung zum Aussterben der männlichen Individuen, welches durch verschiedene Faktoren bedingt ist.

1. Erfüllter Lebenszweck: Die Hauptaufgabe der männlichen Ameisen besteht in der Weitergabe ihrer Gene durch die Paarung. Mit Erfüllung ihrer Aufgabe werden sie für den Fortbestand der Art nicht länger vonnöten.

2. Energieverbrauch: Der Hochzeitsflug und die Paarung beanspruchen einen Grossteil der Energie der Männchen. Da sie nicht in der Lage sind, selbstständig Nahrung zu finden, erschöpfen sich ihre Energiereserven relativ schnell.

3. Evolutionäre Anpassung: Das kurze Leben der Männchen nach der Paarung stellt eine evolutionäre Strategie dar. Dadurch kann die Kolonie Ressourcen für die Aufzucht von Arbeiterinnen und neuen Königinnen sparen.

 Ihr Rolf Kathriner – Ameisenhaltung Schweiz

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