Braucht die Ameise die Gemeinschaft?
Benötigt die Ameise die Gemeinschaft?
Ja, Ameisen sind in der Regel stark auf die Gemeinschaft angewiesen. Sie gehören zu den sogenannten eusozialen Insekten, die sich durch eine ausgeprägte Arbeitsteilung, gemeinsame Brutpflege und mehrere Generationen in einer Kolonie auszeichnen. Die Gemeinschaft ist essenziell für ihr Überleben und ihre Fortpflanzung.
Hier sind einige Gründe, warum die Gemeinschaft für Ameisen so wichtig ist:
1. Arbeitsteilung – In einer Ameisenkolonie gibt es spezialisierte Rollen, wie Arbeiterinnen, Soldaten und die Königin. Die Arbeiterinnen kümmern sich um Nahrungssuche, Nestbau und Brutpflege, während die Königin für die Eiablage zuständig ist.
2. Schutz –Ameisen profitieren von der Stärke der Gruppe. Sie können gemeinsam Nester verteidigen und sich gegen Feinde schützen, was für einzelne Ameisen kaum möglich wäre.
3. Nahrungssuche – Viele Ameisenarten sammeln Nahrung in Teams. Einige spezialisieren sich auf das Auffinden von Ressourcen, während andere diese zurück ins Nest transportieren.
4. Brutpflege – Die Brutpflege ist eine kollektive Aufgabe. Die Arbeiterinnen füttern und schützen die Larven und Puppen, bis diese sich zu fertigen Ameisen entwickeln haben.
5. Kommunikation und Zusammenarbeit – Ameisen kommunizieren mithilfe von Pheromonen und anderen Signalen. Diese Kommunikation ermöglicht es ihnen, effizient zu arbeiten, z. B. bei der Suche nach Futter oder dem Bau komplexer Nester.
Ausnahme Solitäre Ameisenarten:
Es gibt wenige Arten, die nicht in Kolonien leben, wie einige Vertreter der Gattung Nothomyrmecia. Diese Ameisen leben einzeln und sind eher Ausnahmefälle. Insgesamt sind Ameisen ohne ihre Gemeinschaft kaum lebensfähig. Sie verkörpern perfekt das Sprichwort: „Gemeinsam sind wir stärker.“

Sind Ameisen hochsoziale Insekten?
Die Ameise benötigt ganz klar die Gemeinschaft. Ameisen sind hoch soziale Insekten, die in komplexen Kolonien leben und auf die Zusammenarbeit innerhalb ihrer Gemeinschaft angewiesen sind. Diese Lebensweise bietet ihnen zahlreiche Vorteile:
Soziale Struktur und Arbeitsteilung Ameisen leben in Staaten, sogenannten Kolonien, die aus einer oder mehreren Königinnen, Arbeiterinnen und zeitweise auch männlichen Geschlechtstieren bestehen. Innerhalb dieser Gemeinschaft herrscht eine strikte Arbeitsteilung:
Arbeiterinnen übernehmen verschiedene Aufgaben, darunter die Nahrungssuche, den Nestbau und die Brutpflege. Einige Arten haben spezialisierte Soldatenameisen, die sie verteidigen. Diese Arbeitsteilung ist der Schlüssel zu ihrem effizienten Funktionieren und Überleben.
Die Vorteile der Gemeinschaft sind vielfältig:
1. Erhöhte Produktivität: Studien belegen, dass grössere Ameisengruppen produktiver sind. Sie produzieren mehr Nachwuchs, haben eine geringere Sterblichkeit und die Larvenentwicklung verläuft schneller.
2. Soziale Immunität: Ameisen praktizieren gegenseitige Körperpflege. Dieses Verhalten ist ein entscheidender Faktor bei der Bekämpfung von Krankheitserregern und trägt massgeblich zur Verbesserung der Gesundheit der gesamten Kolonie bei.
3. Effiziente Nahrungsversorgung – garantiert! Ameisen besitzen einen «sozialen Magen» (Kropf), der es ihnen ermöglicht, Nahrung zu speichern und mit Nestgenossen oder Larven zu teilen.
4. Evolutionärer Vorteil: Die Gemeinschaft ermöglicht den Ameisen, altruistisches Verhalten zu entwickeln. Arbeiterinnen, die sich selbst nicht fortpflanzen, unterstützen ganz klar die Weitergabe der Gene ihrer eng verwandten Schwestern. Ameisen spielen auch eine wichtige Rolle in verschiedenen Ökosystemen. Als Jäger und Aasfresser sind sie unersetzlich bei der Kontrolle von Schadinsekten und der Zersetzung toter Tiere. Damit unterstützen sie den Nährstoffkreislauf.
Ihr Rolf Kathriner – Ameisenhaltung Schweiz