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Ameisenkolonie - Ameisenvolk zum Mieten für Lehrpersonen – Haben Ameisen zwei Mägen

Wieso haben Ameisen zwei Mägen?

Wieso haben Ameisen zwei Mägen?

Ja, Ameisen haben wirklich zwei Mägen. Nimmt eine Ameise Nahrung zu sich, landet diese zuerst im «Gemeinschaftsmagen», auch «Sozialmagen» genannt. Begegnet die Ameise einer Schwester, würgt sie daraus Nahrungsbrei hervor und füttert damit die Artgenossin. Erst wenn der Kropf fast geleert ist, wird die Nahrung für den Eigenbedarf vom Sozialmagen in den persönlichen Magen befördert.

Ameisen haben zwei Mägen, weil sie eine einzigartige Art der Nahrungsaufnahme und -verteilung entwickelt haben, die als Sozialmagen oder Trophallaxis bezeichnet wird. Diese zwei Mägen erfüllen unterschiedliche Aufgaben:

  1. Der erste Magen (Eigener Magen)
    Dieser Magen dient der Verdauung der Nahrung, die die Ameise selbst benötigt, um Energie für ihre Aktivitäten zu gewinnen.

  2. Der zweite Magen (Sozialmagen)
    Im Sozialmagen wird Nahrung gespeichert, die nicht für die eigene Verdauung vorgesehen ist. Diese Nahrung ist für andere Mitglieder der Kolonie bestimmt. Durch Trophallaxis können Ameisen Nahrung aus dem Sozialmagen direkt an andere Ameisen, Larven oder die Königin weitergeben. So wird sichergestellt, dass alle Mitglieder der Kolonie, auch jene, die keine Nahrung selbst suchen können, ausreichend versorgt werden.

Dieses System fördert die Zusammenarbeit innerhalb der Kolonie und macht Ameisen zu einem der erfolgreichsten sozialen Insektenarten.


Ameisen mit dem soziale Magen

Ameisen verfügen über zwei Mägen, die unterschiedliche Funktionen erfüllen:

Der soziale Magen;
Der erste Magen wird als «sozialer Magen» oder «Kropf» bezeichnet und dient primär dem Austausch von Flüssigkeiten innerhalb der Kolonie. Er speichert Flüssigkeiten, die mit anderen Ameisen geteilt werden. Diese enthalten wichtige Proteine, die den Stoffwechsel der gesamten Kolonie verbessern. Er ermöglicht den Ameisen, Nahrung und selbst produzierte Proteine mit anderen Koloniemitgliedern zu teilen.

Der zweite Magen, der sogenannte Verdauungsmagen, dient der individuellen Verdauung;
Er wird für die Verarbeitung der eigenen Nahrung der Ameise genutzt. Dieser Magen erfüllt die klassische Verdauungsfunktion für den Einzelorganismus.

Die Bedeutung dieser Zweiteilung des Magensystems für die Funktionsweise der Ameisenkolonie ist signifikant. Sie ermöglicht einen kolonieweiten Stoffwechsel, bei dem Nährstoffe und wichtige Proteine effizient verteilt werden.

Ein Beispiel ist die Speicherung von Anti-Aging-Proteinen in dem sozialen Magen von Ammenameisen, was ihnen hilft, länger zu überleben und sich um die Junginsekten zu kümmern. Der Austausch von Flüssigkeiten über den sozialen Magen dient zudem der Kommunikation und dem Zusammenhalt der Kolonie. Diese einzigartige Anatomie unterstreicht die Funktionsweise von Ameisenkolonien als Superorganismen, bei denen die einzelnen Individuen eng miteinander verbunden sind und zum Wohl der gesamten Gemeinschaft zusammenwirken.

 Ihr Rolf Kathriner – Ameisenhaltung Schweiz